Aktionswoche gegen Armut und Ausgrenzung, 2001

Übergabe von FoderungspaketenZum Auftakt übergaben Vertreter des Vöcklabrucker Armutsnetzwerkes ein Forderungspaket an den „Runden Tisch“ (Sozialpartner, AMS und Bezirkshauptmann). Das Armutsnetzwerk tat für die Einführung eines Aktivpasses für einkommensschwache Personen im Bezirk ein. Mit diesem Aktivpass soll es Ermäßigungen im öffentlichen Verkehr, in Freizeiteinrichtungen wie Freibädern etc. und bei Veranstaltungen geben. Weiters wurde eine Erleichterung des Zuganges zur Sozialhilfe gefordert. Im Bezirk Vöcklabruck bezogen im Jahr 2000 nur 116 Personen Sozialhilfe als Dauerleistung (0,09 % der Bevölkerung des Bezirkes), 263 Personen wurden einmalig unterstützt. Laut Schätzungen von ExpertInnen, die von 4,5 % von Armut Betroffenen und 11 % armutsgefährdeten Personen in Österreich ausgehen, müsste diese Zahl um ein Vielfaches höher sein. Im Bereich des Arbeitsmarktes tritt das Armutsnetzwerk für den Ausbau des „Zweiten“ Arbeitsmarktes ein. Außerdem wurde ein Lehrlingsausbildungsfonds und die Schaffung von Arbeitsplätzen für SozialhilfebezieherInnen gefordert

Mit einer „alternativen Stadtführung“ machte das Vöcklabrucker Armutsnetzwerk auf das Problem leerstehender Wohnungen aufmerksam. Allein in der Gmundner Straße gibt es 10 seit längerem leerstehende Objekte. Volkshilfe-Geschäftsführer Lois Sattleder forderte die Besteuerung leerstehender Wohnungen. Dadurch würden mehr Vermietungsobjekte auf den Markt kommen und die Preise sinken des Objektes.

Forumtheater am Stadtplatz

Am 20. Oktober wurde am Stadtplatz das Forumtheater „Armheit – Reich“ gespielt. Fünf Sequenzen einer von Armut betroffenen Frau mit Kindern wurden dargestellt. Zahlreiche PassantInnen schauten zu, einige konnten zum Mitspielen gewonnen werden.

 

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