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HOFFNUNG. was tun. damit die welt gut ist

ein Mitmachprojekt des Armutsnetzwerkes Vöcklabruck

 

1. DIE GESCHICHTE LESEN

Kinder gingen am Straßenrand. Manchmal ein Lachen dabei. Ein Mädchen blieb auf einmal stehen: „Meine Mama hat gesagt, sie weiß nicht, wie wir nächstes Monat die Miete bezahlen sollen – und dann hat sie sogar weinen müssen.” Die Luft füllte sich mit Betroffenheit. Wörter fielen den Kindern in ihre Gedanken. Flüchtlinge, Arbeitslosigkeit, Armut, Krieg.
Und in die Betroffenheit mischte sich ein Ahnen – ein plötzliches Wissen… Sowas gibt es nicht nur in der Ferne, es ist auch ganz in der Nähe. In den Augen der Kinder tauchte Angst auf. „Mir ist kalt”, sagte ein Junge. Mit zittriger Stimme fragten sich die Kinder: „Was ist zu tun, damit die Welt gut ist?”
Aber rasch spürten sie wieder die Frische der Luft, weil sie Vertrauen hatten: „Die Erwachsenen werden das wissen!” Und sie fragten bei einem Erwachsenen nach.
„Ja, Kinder”, sagte dieser, „ihr habt ganz recht. Da muss was getan werden! Die soziale Sicherheit ist in Gefahr, weil die Verteilung überhaupt nicht hinhaut. Arme werden mehr und Reiche reicher. Sogar der Sozialstaat soll ausgehungert werden, nur damit noch mehr Geld zu den Reichen kommen kann. Der Frieden ist in Gefahr, weil die Waffenindustrie auf Teufel komm raus Waffen verkauft. Und dieser Teufel hat einen Namen – er nennt sich Krieg. Die Demokratie ist in Gefahr, weil die globale Finanzwirtschaft jeden politischen Einfluss verjagt und der Nationalismus sich ausbreitet wie eine Seuche. Die Umwelt ist in Gefahr, weil es immer schneller immer mehr Waren und Zeugs geben muss. Kein Wunder, wenn die Erde Fieber bekommt.”
Die Kinder schauten den Erwachsenen groß an fragten noch einmal: „Was ist zu tun, damit die Welt gut ist?”
Jetzt erschreckte diese Frage den Erwachsenen. Er antwortete mehr zu sich selbst: „Ja, was da getan werden könnte. Das braucht ganz schön Mut.” Das Mädchen, dessen Mutter die Miete nicht bezahlen konnte, hörte dies. Sie musste kurz schlucken, ging hin, legte ihre Hand auf den Arm des Erwachsenen und sagte mit ihrer hellen Kinderstimme: „Da ist sicher was, das dir Hoffnung gibt. Sagst du es mir … Bitte.”

2. NACHDENKEN.

Was ist deine Antwort an das Kind?

Was sagst du zu dir selbst? Was denkst du?
Wie reagierst du? Was tust du?

UND LOS!

Schreib uns einen Text darüber, was dir Mut und Hoffnung gibt,
etwas zu tun, damit die Welt gut ist.

 

3. DEIN TEXT:

– Bitte nicht mehr als 500 Wörter.
– Per E-Mail an armutsnetzwerk@gmx.at senden (doc, rtf, txt).
– Bitte einige Angaben zu deiner Person nicht vergessen:
Name, Alter, Wohnort, Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen.
Auf besonderen Wunsch werden Beiträge auch anonym veröffentlicht.
Einsendeschluss ist der 7. Juli 2017.

UND WAS DANN?
– Wir sichten und sortieren die Texte. Redaktionelle Bearbeitung
und/oder Kürzung sind nicht ausgeschlossen.
– Alle fertigen Texte werden auf www.sozialzentrum.org/armut
veröffentlicht. Beiträge, die nicht unserer humanen Haltung entsprechen,
werden als solche deklariert.
Eine Auswahl der Texte wird in einem Buch präsentiert.
– Im Rahmen einer Lesung stellen wir das Buch vor.

Radiobeitrag im Freien Radio Salzkammergut zum Nachhören

 

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