Aktuelles

Solidaritätspreis für EinzugsbegleiterInnen

Am Dienstag, 14. Mai 2019, wurden im Linzer Landhaus die 26. Solidaritätspreise der Kirchenzeitung überreicht. Insgesamt acht Einzelpersonen und Gruppen wurden von Bischof Scheuer, Landeshauptmann  Stelzer und Sozial-Landesrätin Gerstorfer für beispielhaftes solidarisches Wirken ausgezeichnet. Unter Ihnen die ehrenamtlichen EinzugsbegleiterInnen des Vereines Sozialzentrum. Sie stehen Mieterinnen und Mietern in der neuen Wohnumgebung zur Seite. Damit beugen sie Konflikten vor und tragen zu einem guten Zusammenleben bei. Die sieben EinzugsbegleiterInnen wurden letztes Jahr ausgebildet und begleiten seit Juli 2018 KlientInnen der Wohnungsagentur Vöckla-Ager und der Wohnungslosenhilfe Mosaik. 28 Haushalte wurden 2018 von ihnen betreut.  „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung unserer Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen“, so die Stellvertretende Obfrau Gerlinde Mayer. Ohne freiwilliges Engagement könnte der Verein Sozialzentrum seine Dienstleistungen nicht anbieten. Ehrenamtliche sind auch im Sozialmarkt „der Korb“, beim „Mittagstisch“ und im „Finanzcoaching“ eingesetzt.
Foto (Kirchenzeitung): Solidaritätspreis für EinzugsbegleiterInnen des Sozialzentrums, v. l. LH Thomas Stelzer, LR Birgit Gerstorfer, Kristine Jurkovic, Hannelore Bachmayer, Andrea Löhr, Stefan Hindinger, Waltraud Grabner, Mark Barth, Gerlinde Mayer, Bischof Manfred Scheuer

Patchworkgruppe Momo  spendete 1400 Euro

Die Patchwork-Gruppe Momo machte im Dezember 2018 eine Verkaufsaufstellung. Den Verkaufserlös ihre Quilt-Arbeiten spendete sie an den Verein Sozialzentrum. Herzlichen Dank!
Foto (privat): v. l.: Monika Moser (Momo), Gerlinde Mayer, Adelheid Schrutka (Momo), Waltraud Schobermayr, Hans Übleis. 

 

 

 

Goldhaubengruppe Schörfling spendete 5000 Euro

Die Goldhaubengruppe Schörfling führte im vergangenen Jahr zahlreiche Aktivtäten durch. Vom Erlös spendete sie 5000 Euro (!) an den Verein Sozialzentrum. Das Geld wird für Kinderschutz, Wohnungssicherung armutsgefährdeter Familien und den Sozialmarkt „der Korb“ verwendet, so Sozialzentrums-Obfrau Waltraud Schobermayr, die sich für die großzügige Spende herzlich bedankte.
Foto (privat): v. l.: Sozialzentrums-Obfrau Schobermayr, Frau Reiter, Frau Scharmüller und Frau Baumann

 

 

2. Platz beim Bank Austria Sozialpreis

Die Wohnungsagentur Vöckla-Ager ist einer der Gewinner des Bank Austria Sozialpreises 2018. Für den zweiten Platz erhält das Projekt 2.000 Euro. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, so Initiator Stefan Hindinger. Der Preis wurde letzte Woche in Linz von Landesdirektor Hartmut Staltner überreicht.
Die Wohnungsagentur Vöckla-Ager bietet einen Vermieterservice und Mieterbegleitung für am Wohnungsmarkt benachteiligte Personen an. „Wir konnten bereits über 70 Wohnungen vermitteln“ berichtet Hindinger. Eine gesicherte Wohnung mit entsprechender Begleitung aktiviert und stärkt das Selbsthilfepotential und verbessert dadurch u. a. auch die Chancen beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Durch die Begleitung der neuen Mieterinnen und Mieter werden allfällige Risiken für die Vermieterinnen und Vermieter minimiert. Diese können sich von der Wohnungsagentur zu Verwertungsvarianten, Fördermöglichkeiten und Mietrecht beraten lassen.
Das Projekt wird zum ersten Mal in Oberösterreich umgesetzt und fungiert daher als „Pilot“. Innovativ ist die Zusammenarbeit verschiedener Sozialeinrichtungen und der Wohnungswirtschaft. Durch das Detailprojekt Einzugsbegleitung mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vernetzt es Wohnungswirtschaft, Sozialwirtschaft und Zivilgesellschaft. Das Projekt wird aus Leader-Mittel gefördert. Ein Fünftel muss der Verein Sozialzentrum als Projektträger beisteuern. Weitere Infos unter www.wohnungsagentur.at und https://www.bankaustria.at/ueber-uns-presse-presseinformationen_39598.jsp.
Foto: Die Gewinner des Bank Austria Sozialpreises: 2. Platz für die Wohnungsagentur Vöckla-Ager – Kristine Jurkovic (3. v.l.), Waltraud Schobermayr (4. v. l.) und Stefan Hindinger (5. v.l.) nahmen den Preis entgegen (Bild: Bank Austria)

Integrationspreis der Stadt Vöcklabruck

Zwei Projekte des Sozialzentrums wurden mit dem Integrationspreis der Stadt Vöcklabruck ausgezeichnet. Die Integrationshelferinnen, die Kinder mit Förderbedarf in den Volkschulen Scherer Straße unterstützen, erhielten eine Förderung von 500 Euro. Das neue Projekt „EinzugsbegleiterInnen“ von „Mosaik“ und Wohnungsagentur Vöckla-Ager (siehe Horizont 3/2018) wurde mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Schulleiterinnen Eva Holl und Brigitte Peer-Schumann (Mitte) mit Schüler und den Integrationshelferinnen Aber Asfoor und Jihan Alsayed (Foto: privat)

 

 

 

 

Stefan Hindinger (Mitte) mit den Einzugsbegleiterinnen Andrea Löhr, Aber Asfoor, Hannelore Bachmayer (v.l.) (Foto: privat)

 

 

 

 

 

GASTHAUS „ZUR BRÜCKE“ – WERTE UND FAKTEN

Offener Brief an den Bezirksstellenausschuss der WKÖ Vöcklabruck

„Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen“ steht in den Statuten des Vereins Sozialzentrum Vöcklabruck – dieser Herausforderung fühlen wir uns als ehrenamtlich arbeitender Vorstand verpflichtet.
Im sozialökonomischen Beschäftigungsprojekt Restaurant Cafe Zur Brücke wurden in den vergangenen 21 Jahren rund 700 ProjektmitarbeiterInnen in unterschiedlichem Zeitausmaß beschäftigt. Viele in einer schwierigen Lebenslage, oft verbunden mit gesundheitlichen und persönlichen Einschränkungen. Die „Brücke“ bot Chancen zur Stabilisierung, Qualifizierung und persönlicher Stärkung. Aus vielen Rückmeldungen wissen wir, dass ProjektmitarbeiterInnen in der Brücke Selbstwert aufgebaut, Selbstbewusstsein gestärkt, Qualifikationen erworben und Zuversicht getankt haben um im Erwerbsleben wieder Fuß zu fassen. Die Brücke ist ein Arbeitgeber wo Menschen am Arbeitsplatz in der Tat ihre Würde wiederentdecken konnten.
Der Fördervertrag war immer zeitlich befristet. Im Regelfall wurde er nach strenger Evaluierung durch das AMS jeweils für 1 Jahr verlängert. In all den Jahren wurden die erforderlichen Kennzahlen erbracht die eine weitere Fördervereinbarung rechtfertigten. Es gab Jahre wo die Vermittlungsquote über 30 % lag. Regelmäßig wurde positiv der hohe Anteil an Eigenerwirtschaftung hervorgehoben.
Im Sinne von Transparenz und Fairness fehlt uns in ihrem offenen Brief folgendes:
Die Brücke bietet laut aktuellem Fördervertrag 19,9 Vollzeit-Arbeitsplätze. 4,9 für Schlüsselkräfte und 15 für ProjektmitarbeiterInnen. (aufgeteilt auf 28 Personen inkl. Teilzeitarbeitsplätze)  Diese sind nach Kollektivvertrag angestellt, zahlen Sozialabgaben, erwerben sozialversicherungsrechtliche Ansprüche, entlasten das AMS beim Arbeitslosengeld und in der Arbeitslosenstatistik und stärken mit ihrer größeren Kaufkraft die regionale Wirtschaft. Die „Brücke“ ist ein wirkliches Wohlfühl-Wirtshaus. Ein, in sozialer, kultureller, gesellschaftlicher Hinsicht attraktiver Treffpunkt in und für Vöcklabruck. Seriöser Weise hätten wir uns von diesen Aspekten einer gesamthaften Betrachtung in Ihrer Stellungnahme auch etwas erwartet.
Im Sinne der Wertorientierung unseres Vereins und nach langjähriger, konstruktiver Partnerschaft mit dem AMS betrachten wir das Projekt „Brücke“ nicht als gescheitert. Hier wurde wertvolle Arbeit geleistet – für und mit Personen die Begleitung beim Wiedereinstieg in geregelte Arbeitsstrukturen brauchen. Das AUS beim Fördervertrag für die „Brücke“ ist auf eine geänderte Förderpolitik zurückzuführen. Dort ist auch die Verantwortung festzumachen.
Mit freundlichen Grüßen
Vorstand des Vereines Sozialzentrum Vöcklabruck

 

4704 Unterschriften übergeben

Eine Delegation aus Vöcklabruck überreichte am 16. Mai 4.704 Unterschriften an Helena Guggenbichler, Generalsekretärin im Sozialministerium (3. von links) und ersuchte um Unterstützung für die Fortsetzung des sozialökonomischen Beschäftigungsprojektes Restaurant Cafe „Zur Brücke“.

 

 

 

 

4500 Unterschriften für die Fortführung der “ Brücke“

Der vom AMS nicht mehr verlängerte Fördervertrag für das sozialökonomische Beschäftigungsprojekt Restaurant Cafe „Zur Brücke“ hat enorme Reaktionen ausgelöst. Eine Unterschriftenaktion für die Fortführung der „Brücke“, einem Betrieb des Vereines Sozialzentrum, fand innerhalb kürzester Zeit großen Zuspruch. Bis Ende April wurden rund 4500 Unterschriften gesammelt. In besonderer Weise haben sich die Katholische und Evangelische Pfarrgemeinde in Vöcklabruck an dieser Aktion beteiligt. Dr. Peter Salinger, Leiter des Sozialkreises der Kath. Pfarre übergab an den Geschäftsführer der “Brücke“ Hans Brandstätter rund 400 Unterschriften. „Beide Pfarrgemeinden treten dafür ein, dass es die „Brücke“ weiterhin gibt. Oft wurden Menschen in Notlagen an die „Brücke“ vermittelt. Weiters fanden viele Arbeitskreissitzungen und Besprechungen in der „Brücke“ statt, erläutert Salinger.

„Der Wunsch nach Fortführung dieses Sozialprojektes ist überwältigend“, so Dr. Hans Übleis vom Vorstand des Sozialzentrums. Von den „Brücke“-Verantwortlichen wurden intensiv Überlegungen in Richtung Neukonzeption angestellt. Ein Workshop dazu brachte einige neue Denkrichtungen. Die Zeit für die Erarbeitung eines fundierten neuen Konzeptes ist denkbar knapp. Alle Hoffnungen konzentrieren sich jetzt auf die politische Ebene. Ein Antrag zur Weiterführung der „Brücke“ wurde im oberösterreichischen Landtag eingebracht und soll dort am 7. Juni entschieden werden. Auslöser für das Aus der „Brücke“ war die Kürzungspolitik der Bundesregierung beim AMS. Die gesammelten Unterschriften werden daher i an Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) übergeben. „Mit Betroffenheit und Dankbarkeit nehmen wir zur Kenntnis welch enormen Rückhalt das Brücke-Team in der Bevölkerung hat“, schließt Übleis.

 Beschäftigungsprojekt nach 21 Jahren vor dem Aus

Restaurant Cafe Zur Brücke: „Wir würden gerne weitermachen“

Am 23. März 2018 hat uns das AMS (die Verantwortlichen von Landes- und Regionaler Geschäftsstelle) mitgeteilt, dass der Fördervertrag für das sozialökonomische Beschäftigungsprojekt Restaurant Cafe „Zur Brücke“ aus budgetären Gründen nicht mehr verlängert wird. Die aktuelle Fördervereinbarung läuft mit 30. Juni aus und wir wurden aufgefordert ein geordnetes Ausstiegsszenario für die Brücke zu planen. Ab sofort werden keine neuen ProjektmitarbeiterInnen zugewiesen. Die „Brücke“ steht nach 21 Jahren vor dem AUS. Unmittelbar betroffen sind 23 Projektmitarbeiter und 7 Schlüsselkräfte. Und sehr viele Gäste und KundInnen die das sozialökonomische Projekt aus Überzeugung unterstützt und mitgetragen haben.
In den vergangenen 21 Jahren haben knapp 700 ProjektmitarbeiterInnnen in der „Brücke“ Beschäftigung gefunden. Viele in einer schwierigen Lebenslage, oft verbunden mit gesundheitlichen und persönlichen Einschränkungen. Die „Brücke“ bot Chancen zur Stabilisierung, Qualifizierung und persönliche Stärkung. In all den Jahren wurden die erforderlichen Kennzahlen erbracht die eine weitere Fördervereinbarung rechtfertigten.
Das Projekt wurde gegründet um langzeitarbeitslosen Menschen einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen. Viele Einzelschicksale ließen sich benennen wo Menschen die „Brücke“ erfolgreich für sich nutzen konnten. Die Brücke hat sich in all den Jahren durch qualitätsvolle Arbeit in der Stadt Vöcklabruck und in der ganzen Region einen guten Ruf erarbeitet. Ein AUS für die Brücke wäre für die Stadt und den Bezirk Vöcklabruck ein großer Verlust. Seit das drohende AUS bekannt wird reagieren Gäste und SympathisantInnen der „Brücke“ mit Unverständnis und Entsetzen.
Wir sind überzeugt dass die „Brücke“ auch weiterhin gebraucht wird. Es gibt weiterhin langzeitarbeitslose Menschen, die diese spezielle Form der Unterstützung und Förderung wirklich brauchen. Die Region Vöcklabruck ist eine Tourismusregion mit hohem Bedarf an gastronomisch geschulten Arbeitskräften. Wir hoffen auf Verständnis und Unterstützung bei den Sozialpartnern und politischen Verantwortungsträgern um doch noch eine Fortsetzung für das Sozialprojekt „Brücke“ zu ermöglichen.